Über die GOT, die Logistik hinter einer Operation und die Frage, was von einer Tierarztrechnung am Ende wirklich übrig bleibt.

Letzte Woche bekam ich eine Nachricht. Freundlich formuliert, aber der Kern war klar: Warum die Rechnung jetzt so teuer sei? Anfang 2022 habe das doch noch ganz anders ausgesehen.

Ich habe auf diese Nachricht nicht sofort geantwortet. Das muss ich gestehen. Sie ist jetzt eine Woche alt. Man atmet tief ein und dann wieder aus.

Nicht weil mir die Antwort schwergefallen wäre. Sondern weil ich in diesen Tagen sechs Tiere eingeschläfert habe. Sechs. Wer wissen möchte, was das mit einem Menschen macht: Es macht einen still. Es macht einen langsam. Manchmal sitzt man etwas länger als nötig im Auto, bevor man zur nächsten Adresse fährt.

Irgendwann fährt man trotzdem. Und irgendwann antwortet man auch. Also fange ich vorne an, mit dem, was auf Ihrer Rechnung steht: Wir berechnen, bis auf wenige Ausnahmen, den 1,6-fachen GOT-Satz. Das ist keine Überraschung und keine willkürliche Entscheidung. Es ist der Satz, der eine mobile Praxis mit dem Standard, den ich für medizinisch vertretbar halte, überhaupt erst trägt. Was dahintersteckt, erkläre ich Ihnen jetzt. Vollständig.

Dreiundzwanzig Jahre Stillstand

Die Gebührenordnung für Tierärzte, kurz GOT, ist eine bundesgesetzliche Verordnung. Sie legt fest, was tierärztliche Leistungen kosten. Sie ist kein Vorschlag und kein Richtwert. Sie ist Recht, und wir sind verpflichtet, uns daran zu halten.

Die letzte umfassende Überarbeitung vor November 2022 stammte aus dem Jahr 1999. Das ist kein Tippfehler: dreiundzwanzig Jahre. In dieser Zeit stiegen Mieten, Energiekosten, Gehälter, Gerätepreise. Die Medizin entwickelte sich vom klassischen Behandlungstisch hin zu Digitalröntgen, Inhalationsnarkose und computergestütztem Monitoring. Die GOT blieb, was sie war.

Eine Studie, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 2020 in Auftrag gab, kam zu einem wenig überraschenden Ergebnis: Die einfachen Gebührensätze decken die tatsächlichen Kosten einer wirtschaftlich geführten Praxis längst nicht mehr (BMEL-Studie, BLE, 2021). Am 22. November 2022 trat die neue GOT in Kraft.

Seit November 2022 gelten neue Sätze. Für viele Positionen deutlich höhere. Was dabei gerne vergessen wird: Diese Erhöhung hat keinen Gewinn draufgesattelt. Sie hat einen Rückstand von dreiundzwanzig Jahren nachgeholt, und selbst das nur teilweise.

Denn die Studie, auf der die neue GOT basiert, wurde 2020 erhoben, noch vor der Inflationswelle von 2022 und 2023. Energie, steriles Material, Sprit, Narkosegase, all das wurde teurer, nachdem die Sätze bereits feststanden. Die neue GOT war an dem Tag, an dem sie in Kraft trat, schon wieder von der Realität eingeholt.

Was die GOT enthält, und was nicht

Die Gebühr für eine Untersuchung deckt die ärztliche Leistung selbst. Sie deckt nicht das, was drumherum hängt, und drumherum hängt eine ganze Menge.

Kommt ein Einsatz außerhalb der regulären Zeiten, also nachts, am Wochenende oder am Feiertag, fällt zusätzlich eine gesetzlich vorgeschriebene Notdienstgebühr von 50 Euro netto an. Die habe nicht ich erfunden, die steht in der GOT. Sie soll einen Teil dessen abdecken, was es bedeutet, um drei Uhr morgens erreichbar und einsatzbereit zu sein, statt zu schlafen.

Dann das Material. Jede Laboruntersuchung kostet Reagenzien und Gerätelaufzeit. Jedes Medikament hat einen Einkaufspreis, und ein Teil meines Vorrats läuft ab, bevor ich ihn verwenden kann, weil ich Notfallmedikamente vorhalten muss, die ich hoffentlich nie brauche. Abgelaufene Medikamente muss ich kostenpflichtig und dokumentiert entsorgen. Steriles Einmalmaterial, Kanülen, Tupfer, Nahtmaterial, Handschuhe: alles Verbrauch, alles bei jedem Patienten neu.

Was dabei kaum jemand weiß: Auf Medikamente darf ich nur einen eng geregelten Aufschlag erheben. Die Arzneimittelpreisverordnung bestimmt das. Wir sind eben nicht nur Tierärztinnen, wir sind in weiten Teilen auch Apothekerinnen, ohne die Möglichkeit, wie eine Apotheke frei zu kalkulieren. Was das in der Praxis bedeutet: Ein Medikament, das zweihundert Euro in der Anschaffung kostet, gebe ich nahezu zum Einkaufspreis ab. Läuft das Mittel ab, bevor der passende Patient kommt, reißt das ein Loch in den Monat. Und es läuft ab, nicht weil wir schlecht wirtschaften, sondern weil sich das Ablaufdatum eines Notfallmedikaments nicht danach richtet, wann es gebraucht wird.

Was bei einer Operation wirklich passiert

Eine Operation ist der Moment, in dem die meisten Menschen unterschätzen, wie viel im Hintergrund läuft. Lassen Sie mich es Ihnen zeigen.

Wenn ich Ihr Tier operiere, wird es intubiert und künstlich beatmet. Das heißt, ein Tubus wird in die Luftröhre gelegt, über den das Tier mit Sauerstoff und Narkosegas versorgt wird. Der Tubus kostet Geld. Der Sauerstoff kommt aus einem Gerät, das gewartet werden muss. Das Narkosegas, Isofluran, ist ein Medikament mit eigenem Preis. Die Beatmung läuft über ein Narkosegerät, das in der Anschaffung im fünfstelligen Bereich liegt und das regelmäßig gereinigt und technisch geprüft werden muss.

Während das Tier schläft, überwache ich es. Nicht mit einem flüchtigen Blick, sondern mit einem Monitoring-Set, das Herzschlag, Sauerstoffsättigung, Atmung und Kreislauf in Echtzeit anzeigt. Ich sehe sofort, wenn etwas kippt. Diese Geräte kosten, sie altern, sie werden ersetzt.

Und ich operiere nie allein. Bei jeder Operation ist eine zweite Person anwesend, eine, die die Narkose überwacht, während ich operiere, eine, die reicht, dokumentiert, im Notfall sofort eingreifen kann. Kein Alleingang. Das ist Sicherheit fürs Tier, und Sicherheit hat einen Preis, der sich nicht wegdiskutieren lässt.

Nach der Operation kommt die Aufwachphase, und die ist gefährlicher, als die meisten denken. Ein Tier, das aus der Narkose erwacht, wird begleitet und intensiv überwacht, bis es stabil ist. Es bleibt nicht sich selbst überlassen. Genau in dieser Phase passieren die kritischen Zwischenfälle, und genau deshalb sitzt jemand daneben, nimmt das desorientierte Tier in den Arm und streichelt es.

Das gesamte Instrumentarium wird nach dem Eingriff autoklaviert, also unter Hochdruck und Hitze sterilisiert, in zertifizierten Containern, und steril verpackt gelagert. Operiere ich mit zwei Personen am Tisch, brauche ich ein doppeltes steriles Set, also doppelten Aufwand bei Sterilisation, Verpackung und Verbrauch. Das ist keine Empfehlung, das ist Hygienevorschrift.

Und dann ist da die Zahnstation, eingerichtet wie bei jedem Humanzahnarzt. Ein Zahnröntgengerät kostet in der Anschaffung gut fünfzehntausend Euro, die passende Software und die digitalen Speicherfolien noch nicht eingerechnet. Ein einzelner Fräser oder Bohraufsatz liegt schnell bei siebzig Euro. Dazu ein Ultraschallgerät zur Zahnsteinentfernung, Scherköpfe, Schleifaufsätze, alles Verschleiß, alles regelmäßig zu warten. Eine ordentliche Zahnsanierung beim Tier ist kein schnelles Kratzen, sondern Medizin mit dem gleichen Gerät, das auch bei Ihnen im Mund zum Einsatz käme, in unserem Fall jedoch unter Vollnarkose.

Dann der Ultraschall. Das Butterfly iQ ist ein portables Gerät, das direkt mit dem iPhone verbunden wird und mir erlaubt, vor Ort beim Patienten Organe, Gefäße und Gewebeveränderungen in Echtzeit zu beurteilen, ohne dass das Tier transportiert werden muss. In der Anschaffung mehrere tausend Euro, die jährliche Softwarepflege nicht eingerechnet.

Ein Kryotherapiegerät zum Vereisen von Warzen und Zubildungen: knapp zweitausend Euro. Ein Stethoskop mit integrierter KI, das Herzgeräusche automatisch analysiert und Befunde über eine App dokumentiert: die Hardware noch beiseite, allein die Softwarelizenz kostet zweihundert Euro im Jahr.

Und jetzt kommt der Teil, den kaum jemand bedenkt: All diese Geräte müssen über Jahre abgeschrieben werden. Das Finanzamt erlaubt nicht, den vollen Kaufpreis im Jahr der Anschaffung steuerlich abzusetzen. Stattdessen wird er auf die Nutzungsdauer verteilt, je nach Gerät fünf, acht, manchmal zehn Jahre. Was das bedeutet: Ich zahle das Narkosegerät, das Zahnröntgen, den Ultraschall sofort, in einem Stück oder mit Zinsen. Den steuerlichen Vorteil bekomme ich in kleinen Jahresraten zurück. Das Geld ist weg. Der Ausgleich kommt später. Viel später.

Ich könnte diese Liste noch lange fortführen. Tue ich aber nicht. Sie verstehen das Prinzip.

Die unsichtbaren Pflichten

Es gibt einen Teil meiner Arbeit, den Sie nie sehen, weil er nach dem Termin passiert, am Schreibtisch. Jede Antibiotikagabe muss dokumentiert und gemeldet werden, das ist gesetzlich vorgeschrieben, Teil der bundesweiten Erfassung von Antibiotikaeinsatz. Jeder Eingriff, jede Diagnose, jedes Medikament wird festgehalten. Dokumentationspflicht ist kein Papierkram, den man nebenbei erledigt. Sie kostet Zeit, jeden Tag. Dazu jeder ausgegebene EU-Heimtierausweis: behördlich erfasst, die zugeteilten Pässe mit Seriennummern registriert, jede Ausgabe einzeln gemeldet.

Dazu kommt alles, was jeden Selbstständigen trifft, beim Arzt aber selten mitgedacht wird. Der Steuerberater, ohne den ich die Buchführungs- und Meldepflichten nicht erfülle. Versicherungen: Berufshaftpflicht, Kfz-Versicherung, das läuft zusammen auf gut 5.000 Euro im Jahr. Die Fortbildungspflicht, die nicht freiwillig ist: Ich muss mich regelmäßig weiterbilden, und Fortbildungen, Kongresse und Fachliteratur kosten. Ein einzelnes veterinärmedizinisches Fachbuch liegt schnell im dreistelligen Bereich. Software, IT, Gerätewartung, all das läuft im Hintergrund weiter, ob ich an einem Tag zehn Patienten habe oder zwei.

Ein Fass ohne Boden

Dann gibt es Kosten, die auf keiner GOT-Position stehen und auf keiner Rechnung auftauchen. Die trotzdem jeden Monat fällig sind. Ich nenne sie Ihnen, damit das Bild vollständig ist.

Debevet. Das ist meine Praxissoftware, ohne die ich weder eine Rechnung rechtssicher ausstellen noch Medikamentengaben lückenlos dokumentieren noch die gesetzlichen Meldepflichten erfüllen könnte. Kein GOT-Satz existiert dafür. Es existiert eine monatliche Abbuchung.

Die Website. Ohne sie existiere ich für neue Patientenbesitzer schlicht nicht. Hosting, technische Pflege, regelmäßige Updates, eine Datenschutzerklärung, die dem geltenden Recht entsprechen muss. Alles: monatlich, jährlich, immer.

ProtonMail. Meine E-Mails laufen verschlüsselt und DSGVO-konform über Server in der Schweiz. Nicht weil mir Verschlüsselung ein persönliches Hobby ist, sondern weil Ihre Befunde, Ihre Diagnosen und die Krankengeschichte Ihres Tieres nicht auf einem Server landen sollten, der mit dem europäischen Datenschutzrecht wenig am Hut hat. Das kostet mehr als eine gewöhnliche E-Mail-Adresse.

Künstliche Intelligenz. Ja, auch in der Tiermedizin. Für die Auswertung von Befunden, die Einordnung von Laborwerten, die zweite Meinung, die man manchmal braucht, wenn man alleine im Auto sitzt und ein Ergebnis nicht eindeutig ist. Kein Monatsabo ist umsonst, auch das nicht.

Alarmanlage. Videoüberwachung. Miete für die Räume, in denen Narkosemittel und teures Equipment sicher verwahrt werden müssen, weil das Betäubungsmittelgesetz das so vorschreibt. Kosten für die Assistenz bei Operationen, die jeden Monat anfallen, unabhängig davon, wie viele Eingriffe stattfinden.

Klingt bürokratisch, ist es auch. Und muss trotzdem vollständig und prüffähig sein, weil das Finanzamt und die Sozialversicherungsträger im Zweifel genau da hinschauen.

Ein Fass ohne Boden. Das Bild stimmt. Und ja, für das Fass zahle ich ebenfalls Mehrwertsteuer.

Was von hundert Euro übrig bleibt

Jetzt rechnen wir. Nehmen Sie eine runde Zahl: hundert Euro auf Ihrer Rechnung. Ich zeige Ihnen, was davon bei mir ankommt.

Zuerst geht die Umsatzsteuer ab. Tierärzte sind, anders als Humanärzte, nicht von der Umsatzsteuer befreit. Das regelt § 4 Nr. 14 UStG, der ausschließlich Heilbehandlungen am Menschen befreit, nicht am Tier. Aus hundert Euro brutto sind 15,97 Euro Umsatzsteuer herausgerechnet, es bleiben 84,03 Euro netto, die ich als Umsatz verbuche.

Von diesen 84,03 Euro gehen die Betriebskosten ab. Laut der Studie, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Auftrag gegeben hat, entfallen etwa 75 Prozent des Umsatzes einer Tierarztpraxis auf Betriebskosten (BMEL-Studie, BLE, 2021): Geräte, Medikamente, Material, Personal, Wartung, alle Posten, die ich in diesem Artikel beschrieben habe. Bei einer mobilen Praxis kommen die Fahrtkosten oben drauf: rund 100.000 Kilometer im Jahr, mindestens dreißig Cent pro Kilometer allein für Sprit, Verschleiß und Wertverlust. Das sind 30.000 Euro im Jahr, bevor ich auch nur einen Handgriff getan habe. Alle drei Jahre brauche ich ein neues Fahrzeug, denn bei dieser Laufleistung ist auch ein solides Auto am Ende.

Was nach den Betriebskosten übrig bleibt, ist das Einkommen. Davon geht die Einkommensteuer ab, bei selbstständigen Ärzten je nach Jahreseinkommen zwischen dreißig und fünfundvierzig Prozent. Dazu der Pflichtbeitrag zur Bayerischen Ärzteversorgung, dem Versorgungswerk für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte in Bayern, der sich am Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung orientiert. Und wer Kirchenmitglied ist, zahlt Kirchensteuer auf die Einkommensteuer obendrauf. Dazu die Krankenversicherung: Als Selbstständige trage ich sie vollständig selbst, kein Arbeitgeberanteil, kein Zuschuss.

Was bleibt? Von hundert Euro brutto landen nach Umsatzsteuer, Betriebskosten, Einkommensteuer und Versorgungswerk je nach Jahr zwischen acht und zwölf Euro in meiner Tasche.

Acht bis zwölf Euro. Pro hundert Euro auf Ihrer Rechnung.

Elf Semester, und dann fängt es erst an

Es lohnt sich, einen Moment darüber nachzudenken, was hinter dem Wort Tierärztin steht. Das Studium der Veterinärmedizin umfasst elf Semester, also fünfeinhalb Jahre Regelstudienzeit, vollgepackt mit Anatomie, Physiologie, Pharmakologie, Pathologie und Chirurgie. Wer promovieren will, und das tun viele, hängt danach noch rund ein Jahr für die Doktorarbeit an. Erst dann steht man dort, wo der Beruf eigentlich beginnt.

Und danach hört das Lernen nicht auf, im Gegenteil. Die Fortbildungspflicht läuft das gesamte Berufsleben weiter, geregelt über ein Punktesystem der Akademie für tierärztliche Fortbildung, kurz ATF. Man sammelt diese Punkte über Seminare, Kongresse und anerkannte Veranstaltungen, und jede einzelne davon kostet Teilnahmegebühr, oft Anfahrt und Übernachtung, und Arbeitszeit, in der die Praxis stillsteht. Dazu Fachliteratur, die ständig aktualisiert werden muss, denn der Stand der Medizin von vor fünf Jahren ist heute schlicht überholt.

Was am Ende dabei herauskommt, ist überschaubar. Der TVD-Gehaltsreport 2024 weist für angestellte Tierärztinnen und Tierärzte in Vollzeit ein Median-Bruttogehalt von 4.286 Euro im Monat aus (TVD Finanz, Gehaltsreport 2024). Für einen akademischen Beruf mit dieser Ausbildungsdauer und dieser Verantwortung ist das nicht viel. Ich erwähne es nicht, um zu klagen, sondern weil es zum Bild gehört.

Ein Vergleich zur Einordnung

Erlauben Sie mir eine Beobachtung aus dem Alltag. Eine Rechnung über hundertzwanzig Euro für eine Untersuchung, eine Diagnose und eine Behandlung wirkt im ersten Moment nach viel. Schauen Sie dann einmal, was heute eine Stunde in der Kfz-Werkstatt kostet. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat für 2024 ausgewertet: Arbeiten an Mechanik, Elektrik oder Karosserie lagen im Schnitt bei 202 Euro pro Stunde, Lackierarbeiten bei 220 Euro (GDV, DEKRA-Auswertung, 2024). In München und bei spezialisierten Werkstätten liegt das noch deutlich höher.

Eine Stunde meiner Arbeit, mit Narkosegerät, Monitoring, sterilem Material, einer zweiten Person am Tisch und der Verantwortung für ein lebendes Wesen, bewegt sich darunter. Das ist kein Vorwurf, nur eine Bitte um Perspektive. Ein Auto lässt sich ersetzen. Ihr Tier nicht.

Kein Bargeld, und ein Wort zum Bezahlen

Noch ein praktischer Punkt, der oft für Verwirrung sorgt. Ich nehme kein Bargeld. Wie auch? Ich bin mobil, ich stehe bei Ihnen im Wohnzimmer, nicht hinter einer Theke. Ein Kartenterminal, eine Kasse, ein Drucker für Rechnungen vor Ort, all das lässt sich nicht durch den Landkreis tragen. Bei uns wird abgebucht oder per Rechnung gezahlt. Das ist der einzige Weg, der für eine mobile Praxis praktikabel ist, und für Sie der bequemste, denn Sie müssen an nichts denken.

Anders als viele Kliniken, die bei der Aufnahme eine Vorauszahlung verlangen, arbeite ich auf Vertrauen. Ich behandle, und Sie bezahlen danach. Dass das funktioniert, liegt an den allermeisten von Ihnen, die ihre Rechnung zuverlässig und ohne Erinnerung begleichen. Mit Ihnen ist das Verhältnis herzlich, und genau dieses Vertrauen trägt eine kleine mobile Praxis überhaupt erst. Wenn eine Rechnung einmal untergeht, was vorkommt, genügt in aller Regel ein kurzer Hinweis. Mehr braucht es zwischen uns nicht.

Und noch etwas, das mir wichtig ist. In erster Linie steht das Tierwohl, immer. Wer offen mit uns spricht, dem bieten wir die Möglichkeit, eine Rechnung über zwei oder drei Monate zu verteilen. Die Zeiten sind hart, die Lebenshaltungskosten sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, das spüren wir alle. Worunter niemand leiden soll, ist das Tier. Wenn es bei Ihnen gerade eng ist, sagen Sie es mir. Dann finden wir einen Weg.

Was bleibt, und was ich Ihnen verspreche

Es kostet, was es kostet. Das ist kein Spruch, das ist eine Bilanz. Studium, Geräte, Material, Sterilität, Sicherheit fürs Tier, Begleitung durch die Narkose, intensive Überwachung beim Aufwachen, Dokumentation, Meldepflichten, Fortbildung, Steuerberatung, Fahrzeug, Sprit. All das steckt in einer Rechnung, von der nach Steuern und Kosten ein erstaunlich kleiner Teil bei mir ankommt.

Was ich Ihnen nicht anbiete: eine Operation ohne Monitoring, damit die Zahl kleiner wird. Eine Narkose ohne Begleitung. Eine Diagnostik unter Materialkosten. Das wäre unverantwortlich, und ich tue es nicht.

Was ich Ihnen anbiete: vollständige Transparenz. Wenn auf Ihrer Rechnung etwas steht, das Sie nicht verstehen, fragen Sie mich. Ich erkläre jede Position, jede Gebühr, jeden Posten, in Ruhe und ohne Umschweife. Eine Praxis, die sich auf Medizin konzentriert und nicht nebenbei Futter und Zubehör verkauft, hat nichts zu verbergen.

Wenn Sie Fragen haben, zu einer Rechnung, zu einer Behandlung oder zu dem, was ich für Ihren Vierbeiner tun kann: Rufen Sie mich an. Ich komme zu Ihnen nach Hause, wir schauen uns Ihr Tier gemeinsam an, und ich nehme mir die Zeit, alles zu erklären, was Sie wissen möchten.